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Die Vorschule Kaen Fah nimmt den Betrieb auf

Der 12.01.2009 war für 25 burmesische Flüchtlings- und Migrantenkinder der 1. Tag in ein neues Leben.

Morgens um 8.00 Uhr war es soweit: Zum ersten mal sollten die Kinder ihre neue Vorschule sehen und einen ersten Schultag erleben.

Zahlreiche Besprechungen mit dem Mitarbeiterteam hatten bis dahin stattgefunden; gemeinsam mit dem Lehrkörper, der Köchin, dem Verwalter und Supervisor von EMFS und einer holländischen Sozialarbeiterin, die seit mehr als einem Jahr in Mae Hong Son lebt und nun auch die Mitarbeiter der EMFS-Vorschule in Kaen Fah beratend und qualifizierend begleiten wird, hatten wir intensiv an den Grundsätzen, den Lehrinhalten und dem Stundenplan gearbeitet, die einzelnen Erwartungen und Wünsche formuliert, Fähigkeiten und Stärken der Mitarbeiter herausgestellt und analysiert, wie diese zum größtmöglichen Nutzen für die gestellten Aufgaben eingesetzt werden können.
Die Mitarbeiter waren von Saw Maung Maung, dem Vorsitzenden von EMFS, sorgfältig ausgesucht worden. Alle sind selbst burmesische Migranten, gehören zu den Ethnien der Karen und Shan, besitzen heute einen thailändischen Pass, der ihnen das Aufenthaltsrecht garantiert und bringen die notwendigen Grundqualifikationen für die gestellten Lehraufgaben mit. Sie haben entweder in staatlichen thailändischen Einrichtungen oder in Lagern für burmesische Flüchtlinge eine Grundausbildung in frühkindlicher Erziehung erhalten und einige Jahre Praxis in der Kinderbetreuung gesammelt.
In den fruchtbaren Arbeitsgesprächen gewannen wir den Eindruck, dass das Team den künftigen Aufgaben gewachsen sein wird - und so war schon der erste Schultag ein voller Erfolg.

Am 12. Januar 2009 pünktlich um 8.00 Uhr fanden sich die ersten 25 Kinder in der Vorschule ein.
Es gab zu Anfang einige Tränen, als Mütter, Väter und Tanten die Kinder in der für sie fremden Umgebung zurückließen; einige Kinder waren nur mit viel Mühe - und den bewährten Bestechungsversuchen wie Lutscher und Bonbons - dazu zu überreden, das Klassenzimmer zu betreten. Doch schließlich überwog die Neugier - auch auf uns, die “Farangs”. Und so überließen sich die Kinder schnell dem Spaß an den vielen neuen Spielsachen und den ersten gemeinsamen Spiel- und Lernaufgaben. Sie fügten sich ohne Probleme in die ersten Reglements, aßen mit großem Appetit - und fielen erschöpft in den Mittagsschlaf.
Und als die Kinder dann um 16 Uhr wieder abgeholt wurden, war für alle klar: Morgen kommen wir wieder!

Heute sind es 25 Kinder, die die EMFS-Vorschule Kaen Fah besuchen; im Sommer dieses Jahres werden es bereits 38 Kinder sein, denn dann haben weitere 13 Kinder das Mindestalter von 2 Jahren und 9 Monaten als Zugangsvoraussetzung für Aufnahme erreicht.

Bei Ihnen bedanken wir uns herzlich. Sie haben dieses Projekt möglich gemacht.
Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin, damit wir das Fortbestehen der Vorschule mittel- und langfristig gewährleisten und unsere Arbeit vor Ort weiter ausbauen können.