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  Straßenkinderprojekt Mae Sai / Nordthailand

Mit diesem Straßenkinderprojekt Mae Sai an der burmesischen Grenze begann im Sommer 2002 die Arbeit von pro bono: Seitdem haben wir gemeinsam mit einer Partnerorganisation über 70 Kindern aus den Bergstämmen der ethnischen Minderheiten aus Burma und Thailand dabei geholfen, eine Zuflucht im Kinderdorf Mae Sai   zu finden .

Die Kinder kamen zum großen Teil aus den Bergen um Tachilek, einer kleinen Grenzstadt auf burmesischer Seite. Sie schmuggelten sich über die Grenzbrücke, die Thailand mit Burma verbindet. Jeden Tag durchwühlten sie die Müllkippen des kleinen thailändischen Städtchens Mae Sai auf der Suche nach Essbarem und weggeworfenen Gegenständen, die sie nutzen oder verkaufen konnten. Sie bettelten um Geld und Nahrung, schliefen unter der Brücke am Fluss und schnüffelten Klebstoff , um den Hunger und die Verzweiflung zu betäuben. Viele von ihnen liefen Gefahr, das Opfer von Trafficker-Organisationen zu werden, die, um die extreme Notlage solcher Regionen wissend, die Kinder aufkauften oder verschleppten, um sie in die Bordelle der thailändischen Touristenstädte zu bringen.

Als wir im Sommer 2002 die Gegend von Mae Sai besuchten, trafen wir auf eine kleine Gruppe thailändischer junger Menschen, die sich der Aufgabe verschrieben hatte, diesen Kindern Schutz und Hilfe zu geben. Sie hatten mit den bis dahin gesammelten Fördergeldern begonnen, den Kindern ein neues Zuhause zu geben und ein kleines Kinderdorf am Rande von Mae Sai zu erbauen. Jetzt war ihnen das Geld ausgegangen und das Projekt drohte zu scheitern.

So haben wir beschlossen, die begonnenen Arbeiten an der neuen Unterkunft fertig zustellen   und eine kleine Schule zu bauen. Wir haben pro bono - Hilfe für Kinder in   Not e.V. gegründet - und mit der Hilfe unserer Mitglieder, Förderer und Sponsoren sowie der finanziellen Beteiligung einer Partnerorganisation ist es uns gelungen, dieses Projekt zu verwirklichen:

Wir konnten wir die notwendigen Bauarbeiten vollenden, die Betreuung, ausreichende Ernährung, Bekleidung und medizinische Versorgung der Kinder sicherstellen und ihnen Zugang zu schulischer Bildung verschaffen.

Heute hat das Straßenkinderprojekt nun auch die Akzeptanz der thailändischen Behörden gefunden:

Mit dieser offiziellen Unterstützung und der großzügigen finanziellen Hilfe eines einzelnen Förderers ist die Zukunft des Projektes bis auf weiteres gesichert.

Nun können wir unser finanzielles Engagement aus diesem Projekt zurückziehen und unsere Hilfe dort leisten, wo sie besonders dringend gebraucht wird. Selbstverständlich werden wir unseren regelmäßigen Kontakt zum Kinderdorf Mae Sai erhalten und das Projekt in Notfällen weiterhin unterstützen.

Wir von pro bono freuen uns, dazu beigetragen zu haben, dass die Straßenkinder von Mae Sai ein Zuhause fanden und nun die Chance auf eine Zukunft und ein menschenwürdiges Leben haben werden.

Allen, die uns dabei geholfen haben, gilt unserer besonderer Dank - und der Dank aller Kinder aus dem Kinderdorf in Mae Sai.