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„pbp“: pro bono-Bildungsprogramm

Bei unserem letzten Besuch in Thailand 2005 haben wir uns sehr intensiv mit der Situation der sogenannten Hilltribe-Schulen beschäftigt, Schulen für Kinder thailändischer ethnischer Minderheiten, aber auch Schulen für burmesische Migranten- bzw. Flüchtlingskinder.

Zwar ist es in der thailändischen Gesetzgebung verankert, dass jedes Kind, unabhängig von Rasse, Nationalität und Religion, Zugang zu staatlichen Bildungsmaßnahmen haben soll - und die thailändische Regierung steht der Umsetzung dieser Gesetzeslage auch burmesischen Flüchtlingskindern zunehmend positiv gegenüber - allein es fehlen die finanziellen Mittel, um auch nur die “eigenen”, also Kinder thailändischer ethnischer Minderheiten mit ausreichend Schulen, Lehrern und Schulmaterialien zu versorgen. So gibt es in einigen abgelegenen thailändischen Bergregionen zwar Schulen, aber keine Lehrer - oder Schulen mit viel zu geringen Raumkapazitäten, um alle Kinder aufzunehmen. Viele Schulen haben keine sanitäre Versorgung.

Und es gibt Schulen mit Lehrern, aber nicht genug Geld für Bücher, Hefte oder Stifte.

So ist es keine Seltenheit, dass an Hilltribe-Schulen die Kinder während eines ganzen Jahres mit einem einzigen Heft und einem Stift auskommen müssen - und die Eltern der Kinder sind zu arm, um das Geld für die benötigten Lernmittel aufzubringen, wissen sie doch oft nicht einmal, ihre Familien satt zu bekommen.



Oft genug landen die Kinder dann in den größeren Städten der Umgebung, in der falschen Hoffnung auf bessere Möglichkeiten und die Chance auf eine Zukunft.
Doch in den Städten sind sie großen Gefahren ausgesetzt, wie Kinderarbeit, Prostitution und Drogenschmuggel, HIV-Infektion und Kriminalität.

Dem entgegenzuwirken, war immer ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Unser Aufgabenfeld sehen wir darin, die Grundbildung für möglichst viele Kinder zu gewährleisten.

Den Fokus unserer weiteren Arbeit wollen wir deshalb auf die Unterstützung der Hilltribe-Schulen mit hohem Migranten-/Flüchtlingskinderanteil setzen:

Eine von uns erstellte, umfangreiche Gebiets- und Bedarfsanalyse für Schulen in einzelnen Bereichen der Provinz Mae Hong Son soll uns Aufschluss darüber geben, wo Hilfe dringend erforderlich ist. Den Lehrmaterialbedarf dieser Schulen werden wir dann in Zusammenarbeit mit den thailändischen Behörden entsprechend ergänzen und, falls erforderlich, bei der Verbesserung der Infrastruktur helfen - wie Ausbau des Schulgebäudes und Schaffung von Sanitäreinrichtungen.

Das “pbp” ist eine äußerst sensible Angelegenheit und verlangt eine gehörige Portion an Fingerspitzengefühl im Umgang mit den thailändischen Behörden: Wir wissen aus erster Hand, dass einige Schulen seit Monaten keine Lehrkräfte haben, weil sich keine thailändischen Lehrer finden, die in diesen abgelegenen Gegenden unterrichten wollen - und die Hilltribe-Dorfbewohner sind es nicht gewohnt, ihre Ansprüche den Behörden gegenüber geltend zu machen, geschweige denn durchzusetzen.
Der zuständigen Schulbehörde ist es recht - denn ihr fehlt es ohnehin an Geld. Doch nun könnten sie “ihr Gesicht verlieren”, wenn sich durch “internationales Interesse” herausstellt, dass ausgerechnet Schulen für Kinder ethnischer Minderheiten und extrem vernachlässigt werden, sind doch die Hilltribe-Völker der Thai liebstes Kind, wenn es um die touristische Vermarktung geht..!

Wir werden also geschickt taktieren müssen, um unser Ziel zu erreichen und diesen äußerst benachteiligten Kindern helfen zu können.

Diese Projektierung kostet Geld - dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Bitte helfen Sie uns dabei, die Lebenssituation der Kinder zu verbessern und ihnen die Chance auf eine Zukunft zu geben.

Projektpatenschaft (pdf. zum download)