probonohelp
Hilfsprojekte für Kinder enthnischer Minderheiten aus Burma und Thailand
http://www.probonohelp.de/projekte.html

© 2012 probonohelp
http://www.probonohelp.de

Hilfe für Burma

In Burma (Myanmar) herrscht eine der brutalsten Militärregierungen Asiens, mit einer der größten Armeen der Welt. 70.000 Rekruten sind Kinder im Alter von 12 - 17 Jahren. Mit Waffengewalt wurde bisher jede demokratische Opposition unterdrückt. Grausam gehen die Soldaten gegen die nach Autonomie strebenden Völker der Bergstämme vor, die rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen. Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1948 setzen sich viele der burmesischen Völker für die Wahrung ihrer Rechte ein.

Die Regierung Burmas antwortet mit Zwangsarbeit, willkürlichen Verhaf-tungen, Folter und Vergewaltigungen. Mehr als 2,5 Millionen Angehörige ethnischer Minderheiten sind seitdem auf der Flucht. Sie wurden vertrieben und zwangsumgesiedelt, ihre Dörfer wurden geplündert und abgebrannt, Menschen verhaftet, gefoltert und erschossen, Mädchen und Frauen entführt oder vor den Augen ihrer Angehörigen vergewaltigt. Schulen und Krankenhäuser wurden abgebrannt, Ernten vernichtet und ganze Land- striche vermint. Die rechtzeitig fliehen konnten, zogen sich in die schwer zugänglichen burmesischen Dschungelgebiete in den Grenzregionen zu Thailand, China und Bangladesh zurück und errichteten provisorische Dörfer. Aber auch dort tauchten die Trupps der Armee auf, plünderten, ver-
gewaltigten, töteten. Die Flucht nach Thailand war für viele der letzte Ausweg.

Gedemütigt und gezeichnet von Folter und Zwangsarbeit, geschwächt von Hunger und Fehlernährung, sind die Menschen Opfer von Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Würmern, Parasiten, Hepatitis, Lepra und AIDS. Alkohol- und Drogensucht ist weit verbreitet. Viele Kinder haben auf brutale Weise ihre Eltern oder Geschwister verloren, waren Zeuge von Vergewaltigung, Erschießungen und Minenexplosionen. Nach Thailand kamen sie in der Hoffnung auf Sicherheit vor Verfolgung, auf ausreichend Nahrung und medizinische Hilfe. Doch viele von ihnen wurden zur billigen Handelsware für Sklavenarbeit und Prostitution.

Das dreckige Geschäft mit Kindern floriert: Oft werden die Kinder von verarmten und verschuldeten Familien schon mit acht Jahren oder jünger ins Sexgeschäft verkauft. Nicht selten betreiben als „Hilfswerke für ethnische Minderheiten” getarnte Organisationen die Rekrutierungen für Nachtclubs und Bordelle. Tausende von Minderjährigen fallen jährlich dem Kinderhandel zum Opfer. Selbst wenn sie ihrem Gefängnis aus Qual und Erniedrigung eines Tages entrinnen, finden sie kaum in einen normalen Alltag zurück. Allein gelassen, entwurzelt und ohne Hoffnung führen sie ein Leben am Abgrund. Bis heute erhalten Kinder ethnischer Minder-heiten keine ausreichende Schulbildung, eine ganze Generation von Flücht-lingskindern wuchs ohne Schulbildung auf. Wir wissen, dass in Burma derzeit ein Demokratisierungsprozess stattfindet. Doch wir sind bei allem Optimismus davon überzeugt, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis dieser Prozess die Lebensbedingungen der ethnischen Völker aus Burma spürbar verbessern wird. Bis dahin werden diese Menschen nach wie vor in großer Armut leben und ihren Kindern fehlt ohne fremde Hilfe jede Chance auf ein menschenwürdiges Leben.

 

Kinderhaus- und Schulprojekte

Die von uns geförderten Projekte sollen dazu beitragen, die Rechte der Kinder zu stärken und jegliche Form von Diskriminierung, Ausbeutung und Unterdrückung zu bekämpfen. Die Stärkung der Selbsthilfekräfte, der Eigenverantwortlichkeit und der Selbstbestimmung der von uns unterstützten Kinder ist uns wichtig. Wir leisten, wo immer möglich, Hilfe zur Selbsthilfe.

Die von uns implementierten oder unterstützten Schul- und Kinder-hausprojekte befinden sich in Nordthailand nahe der Grenze zu Burma. Bezüglich des Managements, der Organisation und der Durchführung der praktischen Arbeit vor Ort arbeiten wir mit anerkannten, zuverlässigen Organisationen aus Thailand und Burma: Niemand kennt die Situation, die Kultur und die Menschen vor Ort mit ihren spezifischen Bedürfnissen so gut wie sie. Wir legen Wert auf den persönlichen Kontakt und den intensiven Dialog mit unseren einheimischen Projektpartnern.

 

Wir schätzen den partnerschaftlichen Austausch und die Möglichkeit, von einander zu lernen. Unsere Projekte werden regelmäßig von den Vorsitzenden von pro bono besucht. Damit verschaffen wir uns über die umfassende monatliche Berichterstattung unserer Projektpartner hinaus einen persönlichen Eindruck von der Situation vor Ort und den Entwicklungen in den Projekten.